Hunde-Blog: Tipps, Geschichten & Pflege für Hunde
21. April 2026

Hund frisst Kot: Ursachen, Gefahren und Tipps zum Abgewöhnen

Kot gehört nicht zum Futter. Koprophagie ist deutlich mehr als eine unschöne Angewohnheit: Sie kann auf gesundheitliche Probleme hinweisen und birgt Gefahren für Hund und Mensch. Im Folgenden findest du die wichtigsten Ursachen, Risiken und konkrete Schritte, wie du das Kotfressen deines Hundes effektiv reduzierst.

Inhaltsverzeichnis

Warum fressen Hunde Kot?

Ursachen für Koprophagien

Gefahren für Hund und Mensch

Wie du dem Hund das Kotfressen abgewöhnst

Warum fressen Hunde Kot?

Viele Hunde zeigen Interesse an Hinterlassenschaften – evolutionsbedingt oder als Teil natürlicher Verhaltensweisen (z. B. Reinigung in bestimmten Situationen). Dennoch braucht es eine klare Abklärung, denn hinter Koprophagie können gesundheitliche Ursachen stecken.

Ursachen für Koprophagien

Gesundheitliche Gründe: Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse, Parasiten (Würmer, Giardien), Hormonsstörungen (Diabetes, Cushing-Syndrom).

Ernährungsbedingte Gründe: Schwer verdauliches oder unausgewogenes Futter, Mangel an Nährstoffen, Vitaminen oder Mineralstoffen.

Psychische Gründe: Zu wenig Bewegung, mangelnde Aufmerksamkeit, Stress oder belastete Haltung; Revierverhalten und Unsicherheit.

  • Mangelnde Hygiene: Unsaubere Bedingungen oder verdreckte Zwinger; Kotaufnahme, um das Umfeld sauber zu halten.

Gefahren für Hund und Mensch

Parasitenübertragung (Spul-, Bandwürmer, Giardien) und daraus resultierende Gesundheitsprobleme.

Bakterien/Viren (z. B. Salmonellen, Parvovirose) – auch für den Halter riskant.

Vergiftungsgefahr bei Kot von Pferden (Rückstände von Entwurmungsmitteln), besonders bei MDR1-Gendefekt.

In Parks: Aufnahme von menschlichem Kot mit Drogenspuren; mögliche schwere neurologische oder kardiovaskuläre Folgen.

Wie du dem Hund das Kotfressen abgewöhnst

  1. Ursachen klären: Lass Gesundheit und Fütterung von Tierarzt oder Hundetrainer prüfen, um relevante Ursachen auszuschließen oder zu behandeln.
  2. Verhaltenstraining: Anti-Giftköder-Training, bei dem der Hund lernt, Fundstücke dem Halter zu melden statt aufzunehmen; konsequente Belohnung für gewünschtes Verhalten.
  3. Rückruf und Abbruchsignale stärken: Zuverlässiger Rückruf und klare Kommandos wie „Aus“ festigen.
  4. Umgebungsmanagement: Falls nötig Maulkorbtraining (mit Leckschutz) verhindern das Aufnehmen von Kot.
  5. Haltung und Fütterung optimieren: Ausreichend Bewegung, klare Routinen, gut verdauliche Nahrung und Stressreduktion.
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