25. Mai 2026
Grannen bei Hunden – bitte unterschätzt diese Gefahr nicht
Sobald die warmen Monate beginnen, sind sie wieder überall zu finden: Grannen. Viele Hundehalter kennen sie vom Sehen, wissen aber gar nicht, wie gefährlich sie für unsere Hunde werden können. Genau deshalb ist mir dieses Thema so wichtig.
Denn Grannen sind nicht nur lästig. Sie können starke Schmerzen, Entzündungen und im schlimmsten Fall sogar lebensgefährliche Verletzungen verursachen.
Was sind Grannen?
Grannen sind kleine, spitze Pflanzenteile, die zum Beispiel an Getreide und verschiedenen Gräsern wachsen. Durch ihre Form und die kleinen Widerhaken bleiben sie sehr leicht im Fell hängen. Das Problem dabei: Sie arbeiten sich oft mit jeder Bewegung des Hundes immer weiter vor — und zwar nicht nach außen, sondern tiefer in Richtung Körper.
So können Grannen:
- im Fell hängen bleiben
- in die Haut eindringen
- zwischen die Zehen wandern
- in Ohren, Nase oder Augen gelangen
- schwere Entzündungen und Verletzungen auslösen
Warum Grannen so gefährlich sind
Was anfangs harmlos aussieht, kann sich schnell zu einem ernsten Problem entwickeln. Eine kleine Granne kann sich in die Haut bohren oder sogar über Körperöffnungen in den Körper gelangen. Besonders häufig betroffen sind:
- Pfoten
- Ohren
- Nase
- Augen
- Bauch- und Brustbereich
Dort verursachen Grannen oft starke Schmerzen, Schwellungen, Entzündungen oder Abszesse. Werden sie nicht rechtzeitig entdeckt, können sie weiterwandern und im Körper große Schäden anrichten.
Woran du erkennst, dass dein Hund eine Granne haben könnte
Je nachdem, wo die Granne sitzt, zeigen Hunde unterschiedliche Symptome.
Typische Anzeichen sind:
- plötzliches Kopfschütteln
- häufiges Kratzen am Ohr
- Niesen oder Reiben an der Nase
- tränende oder zusammengekniffene Augen
- starkes Lecken oder Knabbern an der Pfote
- Humpeln
- Schwellungen, Rötungen oder kleine Eintrittsstellen
- plötzlicher Husten oder Atemprobleme
Gerade wenn dein Hund sich plötzlich anders verhält oder an einer bestimmten Stelle sehr empfindlich reagiert, solltest du aufmerksam werden.
Was du nach jedem Spaziergang tun solltest
Ich empfehle dir besonders in der warmen Jahreszeit, deinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich abzusuchen. Schau dabei vor allem auf:
- zwischen die Zehen
- in und um die Ohren
- an Nase und Maul
- rund um die Augen
- an Bauch, Brust und Flanken
Je früher du eine Granne entdeckst, desto besser.
Was tun, wenn du eine Granne findest?
Sitzt die Granne nur oberflächlich im Fell, kannst du sie vorsichtig entfernen. Wenn sie aber bereits in die Haut eingedrungen ist oder du vermutest, dass sie im Ohr, in der Nase, im Auge oder in der Pfote sitzt, solltest du deinen Hund bitte zeitnah tierärztlich vorstellen.
Wichtig: Nicht lange abwarten.
Denn aus einer kleinen Granne kann sehr schnell ein großes Problem werden.
So kannst du vorbeugen
Natürlich lässt sich nicht alles vermeiden, aber du kannst das Risiko deutlich senken.
Meine Tipps für den Alltag:
- Meide möglichst hohe Gräser und Getreidefelder
- Halte das Fell an Pfoten und empfindlichen Stellen eher kurz
- Bürste deinen Hund regelmäßig
- Kontrolliere ihn nach jedem Spaziergang ganz bewusst
- Reagiere lieber einmal zu früh als zu spät
Mein persönlicher Rat
Mir ist wichtig, dass du dieses Thema wirklich ernst nimmst. Viele Grannen werden leider erst bemerkt, wenn der Hund schon Schmerzen hat oder sich eine Entzündung gebildet hat. Mit einer kurzen Kontrolle nach dem Spaziergang kannst du aber oft schon sehr viel verhindern.
Bitte schau gerade im Sommer lieber einmal mehr hin. Dein Hund wird es dir danken.
Fazit
Grannen sind klein, unscheinbar und trotzdem gefährlich. Mit Aufmerksamkeit, Vorsicht und schnellem Handeln kannst du deinen Hund gut schützen.
Wenn du bei deinem Hund Anzeichen bemerkst oder unsicher bist, lass ihn bitte immer tierärztlich untersuchen.
