7. April 2026

Wohnung welpensicher machen: eine Checkliste


Dein Welpe zieht ein: Sicherheit für Hund und Wohnung
Zuallererst solltest Du eine Bestandsaufnahme Deiner Wohnung machen. Was ist
zerbrechlich oder leicht zu erreichen? Was könnte giftig sein? Was solltest Du lieber in
Sicherheit bringen oder wegschließen? Welche Räume solltest Du grundsätzlich vor
Deinem Welpen verbergen? Versuche Dich dabei in Deinen Hund hineinzuversetzen, für
den alles neu und aufregend ist und der im Zweifel an so ziemlich allem schnuppern
oder es auch in die Schnauze nehmen will, was leider in manchen Fällen für ihn sehr
gefährlich oder für Dich ziemlich ärgerlich werden kann. Aber denke daran, wenn doch
mal etwas schiefgeht: Genau wie ein menschliches Kleinkind kennt Dein kleiner Hund
die Regeln noch nicht, die für ihn gelten. Es liegt in Deiner Verantwortung, sie ihm
beizubringen und ihn dabei vor den größten Risiken zu bewahren. Um Dir dabei zu
helfen, Deine Wohnung optimal welpensicher zu machen, haben wir die folgende
Checkliste in verschiedene Bereiche unterteilt, die Du überprüfen und abhaken kannst.
Tabuzonen für den Welpen definieren und sichern.
Wie bereits eingangs erwähnt, musst Du Dir gut überlegen, welche Teile Deiner
Wohnung Dein Hund betreten darf und welche nicht. Dabei kannst Du sowohl ganze
Räume als auch bestimmte Bereiche innerhalb eines Zimmers zur „No-Go-Zone“
erklären. Auch wenn Erziehung dafür langfristig die bessere Methode ist, kannst Du Dich
bei einem Welpen noch nicht darauf verlassen, dass er sich an Verbote hält. Schaffe
daher besser handfeste Barrieren.

Grundsätzlich musst Du auf folgendes achten:


Verwende einen Türschutz / Hundegitter
Falls Du nicht möchtest, dass Dein Welpe einen bestimmten Raum betritt, hast Du
verschiedene Möglichkeiten, den Zutritt zu verhindern. Zum einen kannst Du die Türe
schlicht zu machen. Denke jedoch daran, dass zumindest ältere Welpen großer Rassen
auch einen Türgri􀆯 erreichen und herunterdrücken können. Besser ist es, die Türe
abzuschließen oder gleich ein Türschutzgitter zu installieren. Dieses kannst Du einfach
in die Tür „klemmen“ und es ö􀆯nen, während der Hund nicht daran vorbeikommt. Das
hat auch den Vorteil, dass Du die jeweiligen Räume weiter einsehen und durchlüften
kannst - und im Gegensatz zu Türen werden die Gitter nicht so gerne zerkratzt. Stelle
aber sicher, dass das Gitter hoch genug ist, Dein Welpe sich aber auch nicht darunter
hindurchquetschen kann.


Sichere gefährliche Räume ab
Vor allem Werkstätten, Keller, Garagen und Hobbyräume sind oft voller gefährlicher,
scharfer Gegenstände oder Chemikalien und sollten besser nicht für einen Welpen
erreichbar sein. Schon gar nicht ohne Aufsicht. Gleiches kann auch z. B. für das
Badezimmer und die Küche gelten. Kinderzimmer, in denen sich Kleinkinder aufhalten,
sollte Dein Welpe zumindest nicht ohne Dein Beisein betreten. Weitere Infos zum
Thema Hunde und Kinder liest Du in unserem Ratgeber.


Sichere Treppen ab
Treppen gehören für Welpen mit zu den größten Gefahren, denn es ist leicht für sie, im
Überschwang darauf auszurutschen und sich ernsthaft zu verletzen. Und selbst das
Treppensteigen ist in diesem Alter für viele Hunde alles andere als gesund. Besser ist es
deshalb, wenn Du nicht nur an den Türen, sondern auch an den Treppenauf- und -
abgängen Schutzgitter anbringst. Das Treppensteigen kannst Du noch immer üben,
wenn Dein Hund ausgewachsen und von seiner Anatomie dafür geeignet ist.


Mache Außenbereiche sicher
Ob nun Garten, Terrasse oder Balkon. Diese Außenareale sind oft für Deinen Hund
besonders riskant. Er kann dort giftige Pflanzen fressen, Dünger und andere
Chemikalien aufnehmen, in die Tiefe stürzen, in den Gartenteich springen oder
ausbüxen. Es ist also wichtig, diese Bereiche entweder ganz zu sperren oder
Gefahrenquellen zu sichern und Zäune, Geländer und Absperrungen zu kontrollieren,
bevor Du Deinen Hund dort herumlaufen lässt. Zudem solltest Du ihn besser nie
unbeaufsichtigt draußen herumtollen lassen.


Welpengitter können helfen
Kannst Du gerade einmal nicht auf Deinen Welpen achtgeben oder nicht alle Räume
adäquat sichern, kannst Du auch ein Welpengitter nutzen. Das ist eine Art „mobiler
Laufstall“ aus Draht, den Du überall in Deiner Wohnung platzieren kannst. Jedoch ist ein
solches Gitter natürlich nicht dazu gedacht, Deinen kleinen Hund dauerhaft dahinter
„wegzusperren“. Immerhin wollen Welpen sich und die Welt entdecken und verstehen
können, was innerhalb eines kleinen eingezäunten Fleckchens kaum möglich ist.
Verwende das Welpengitter also immer nur in Notsituationen und für begrenzte Zeit.
Elektrische Gefahren für den Welpen beseitigen
Auch in den Räumen, in denen sich Dein Welpe aufhalten darf, lauern noch immer
genügend Gefahren und elektrischer Strom ist darunter nicht die Geringste. Wenn Du
Deine kleine Fellnase und Deine teuren Elektrogeräte beschützen willst, solltest Du Folgendes tun:
-> Steckdosen sichern: Versehe alle Steckdosen mit Kindersicherungen, damit Dein
Hund nicht aus Neugier daran leckt oder anderweitig Körperkontakt damit
herstellt.
.-> Kabel welpensicher machen: Verhindere unbedingt, dass Dein Welpe lose
herumliegende Kabel erreichen kann, denn sie laden geradezu zum Knabbern ein
und können, wie auch die Steckdosen, zu schlimmen Stromschlägen führen.
Verlege die Kabel von Geräten, die Du regelmäßig brauchst, am besten möglichst
hoch und verwende Kabelkanäle. Ladekabel von mobilen Geräten wie etwas
Deinem Smartphone oder Laptop solltest Du ebenfalls hoch lagern und nach
dem Laden schnell wieder verstauen.
-> Kabel-Beißschutz für Hunde verwenden: Neben einem konventionellen
Kabelkanal kannst Du auch einen bissfesten und ungiftigen Kabelschutz
verwenden, der speziell gegen Hundebisse optimiert ist. Das empfiehlt sich vor
allem für bodennah verlegte Kabel. Lasse Dich dazu in der Tierhandlung beraten.


Welpe vor Giften und Gefahrenstossen schützen
Auch wenn man es nicht immer auf den ersten Blick erkennt: Unsere Haushalte sind
randvoll mit Substanzen und Pflanzen, die bei Hunden zu schweren und teils
lebensgefährlichen Vergiftungen führen können. Damit es gar nicht erst so weit kommt,
solltest Du einige Dinge beachten.


Lasse keine Lebensmittel rumliegen
Frisst Dein Hund etwa Schokolade oder bestimmte Nüsse wie zum Beispiel
Macadamia, kann ihn das im schlimmsten Fall das Leben kosten. Doch auch andere
Lebensmittel, Getränke (vor allem Alkohol!) oder zu heiße Speisen können eine
Vergiftungs- oder Verletzungsgefahr bergen. Deshalb darf in einem Welpenhaushalt
grundsätzlich keine Nahrung o􀆯en rumliegen und alles Essbare sollte gut in Schränken
verstaut oder an höher gelegenen Orten positioniert werden.


Bewahre Chemikalien außer Reichweite auf
Dasselbe wie für Nahrungsmittel gilt in noch stärkerem Maße für Chemikalien.
Medikamente, Reinigungsmittel, Farben, Spülmittel, Tabs, Klosteine,
Desinfektionsmittel und Co. gehören entweder in Zimmer, zu denen Dein Welpe keinen
Zugang hat oder sollten in gesicherten Schränken versteckt und dabei immer gut
verschlossen werden. In unserem Ratgeber für Hundekrankheiten erfährst Du mehr
zur Vergiftung beim Hund.


Vermeide giftige Pflanzen
So schön sie auch sind, manche Zimmerpflanzen enthalten giftige Bestandteile, die
Deinem Hund zum Verhängnis werden können. Sieh Dich also lieber nach ungiftigen und
hundefreundlichen Alternativen um und platziere im besten Fall auch diese
ungefährlichen Pflanzen so, dass Dein Welpe sie nicht anknabbern kann. Immerhin
willst Du ja auch nicht ständig neue Pflanzen kaufen und verstreute Erde vom Teppich
saugen müssen.


Achtung: Sollte Dein Welpe trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal etwas Giftiges
verschlucken oder solltest Du auch nur vermuten, dass er etwas gefressen hat, das giftig
sein könnte, dann zögere nicht, direkt mit ihm zum Tierarzt oder zur Tierklinik zu fahren.
Dabei kommt es mitunter auf jede Sekunde an.


Weitere Tipps für eine welpensichere Wohnung

Neben den bereits genannten Gefahren und Vorkehrungen haben wir noch einige
weitere Tipps parat, wie Du das Zusammenleben für Dich und Deinen Welpen
angenehmer gestalten kannst. Auf diese Punkte solltest Du ebenfalls achten:


Wertgegenstände schützen: Wenn Welpen etwas nicht haben, dann ist es
Respekt vor Deinem Eigentum. Deshalb solltest Du alles, was Dir lieb und teuer
ist, in Sicherheit bringen, damit es nicht zerkaut, besabbert oder mir einem
schwungvollen Schwanzwedeln vom Tisch befördert wird. Das gilt vor allem für
zerbrechliche Dinge aus Glas oder Porzellan, deren Scherben auch noch eine
zusätzliche Verletzungsgefahr bedeuten. Schränke und weit oben gelegene Plätze
sind auch hier Deine Freunde.


Vorsicht mit Feuer- und Hitzequellen: Unter keinen Umständen solltest Du
Deinen Welpen zusammen mit o􀆯enen Flammen oder brennenden
Gegenständen wie Kerzen, Räucherstäbchen und Kaminfeuer allein lassen.
Dasselbe gilt aber auch für andere Hitzequellen wie Herdplatten, kochendes
Wasser oder Bügeleisen. Hier solltest Du besonders umsichtig sein.


Spielzeuge und Kleinteile wegräumen: Kleinteile wie Nadeln, Nägel, Schrauben
oder Büroklammern können schnell von Welpen gefressen werden oder sich in
die Pfoten bohren und sollten deshalb nicht herumliegen. Aber auch
Kinderspielzeuge gehören für Hunde unzugänglich aufbewahrt. Gerade Spielzeug
für ältere Kinder kann verschluckbare Kleinteile enthalten.


Achtung vor Ungeziefer-Fallen: Schnappfallen für Ratten oder Mäuse können
auch neugierigen Hunden zum Verhängnis werden. Sieh also besser davon ab,
wenn möglich. Falls Du Giftfallen bzw. Giftköder für Nagetiere oder Insekten in
Deiner Wohnung verwenden willst, solltest Du Dich zuvor informieren, ob sie
auch für Deinen Hund gefährlich sein können.


Mülleimer geschlossen halten: Mülleimer enthalten nicht nur verdorbene
Lebensmittel, sondern auch scharfkantige Dosen oder Plastikteile, die nichts im
Welpenmaul zu suchen haben. Achte deshalb sorgfältig darauf, alle Mülltonnen
im Haus gut geschlossen zu halten und benutze am besten keine Deckel, die
Dein Hund mit der Schnauze aufbekommt. Auch gelbe Säcke solltest Du nicht
ungeschützt aufbewahren, da diese einfach zerrissen und ausgeräumt werden
können.


Alternativen bieten: Bei all den Verboten und Vorsichtsmaßnahmen musst Du
auch daran denken, dass Dein Hund etwas mit seiner Zeit anfangen möchte. Eine
tolle Methode hierfür sind Kauartikel, an denen er seine überschüssige Energie
ablassen und mit denen er seine Freude haben kann. Du solltest Deinem Welpen
also ruhig einmal ein wenig Kauspaß gönnen. Lasse Dich dazu am besten von der
Tierhandlung oder auch von Deinem Tierarzt beraten.

Zurück

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Bei der Übermittlung Ihrer Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Sicherheitsüberprüfung

Ungültiger Captcha-Code. Versuchen Sie es erneut.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.