7. April 2026

Impfung beim Hund


Warum benötigt ein Hund Impfungen?
Doch welche Vorteile haben Impfungen beim Hund eigentlich und sind sie wirklich
sinnvoll?


Die Antworten hierauf sind eindeutig positiver Natur. Denn nicht nur schützen
Impfungen Deinen Hund davor gefährliche Krankheiten zu entwickeln, sie sorgen auch
dafür, dass die Krankheitsverläufe milder werden, selbst wenn eine Krankheit doch
einmal ausbricht. Beides schützt das Leben und das Wohlbefinden Deines Hundes.
Doch nicht nur Dein Hund profitiert von seiner Impfung. Dadurch, dass die allgemeine
Erregerlast reduziert wird, werden auch andere Hunde - und ggf. Menschen - nicht
angesteckt, Epidemien vermieden und zur Erreichung einer Herdenimmunität
beigetragen, womit Du auch Deinen anderen Mitgeschöpfen einen großen Dienst
erweist. Zudem kommst Du an bestimmten Impfungen schon allein dann nicht vorbei,
wenn Du mit Deinem Hund auch ins Ausland reisen willst.


Impfpflicht für Hunde? Welche Impfungen Dein Hund braucht

Eine Impfpflicht für Hunde existiert in Deutschland nicht. Das heißt aber nicht, dass Du
als Halter darauf verzichten solltest. Nicht umsonst empfiehlt die „Ständige
Impfkommission Veterinärmedizin“ (StIKo Vet), aber zum Beispiel auch der
„Bundesverband Praktizierender Tierärzte“ zumindest Impfungen gegen die
gefährlichsten und verbreitetsten Hundekrankheiten. Diese sogenannten „Core-
Impfungen“ (abgeleitet vom englischen Wort für „Kern“) sollen Hunde vor den folgenden
Krankheiten schützen:


Staupe

Diese für Hunde, Katzen und ihre wilden Verwandten sehr gefährliche Krankheit kann
eine Vielzahl von Symptomen hervorrufen. Angefangen von Atemwegsbeschwerden,
über Hautveränderungen bis zu Störungen des Verdauungstrakts. Staupe beim
Hund kann aber auch das Nervensystem befallen, was im schlimmsten Fall bleibende
neurologische Schäden hervorrufen kann. Nicht selten verläuft die Krankheit auch
tödlich - vor allem bei ungeimpften Tieren.


Parvovirose
Ein tückisches Virus, das besonders perfide ist, da es bevorzugt Welpen befällt. Die
Krankheit ist nicht nur hochansteckend, sie ruft auch starken Durchfall, Austrocknung
und extremen Gewichtsverlust hervor, was für die betro􀆯enen Hunde lebensgefährlich
werden kann. Auch Blutarmut, Blutvergiftung und Immunschwäche können die Folge
dieser ernstzunehmenden Erkrankung sein.


Leptospirose

Diese Krankheit ist nicht nur für Hunde gefährlich, sondern kann auch Wildtiere,
Nutztiere und - als sogenannte „Zoonose“ -Menschen infizieren. Zu ihren Symptomen
zählen etwas Durchfall, Erbrechen, Gelbsucht, Futterverweigerung und Austrocknung.
Sie führt aber vor allem zu starken Schäden an Leber und Niere, die für 20 bis 50 % der
erkrankten Tiere tödlich sind.
Anhand der fatalen Folgen dieser drei Krankheiten, lässt sich gut erkennen, wie wichtig
es ist seinen Hund – und auch sich selbst – mit einer Impfung gegen solche Gefahren zu
schützen. Nicht ohne Grund gelten diese Impfungen auch ohne Impfpflicht als
obligatorisch und dringend empfohlen.
Da diese Krankheiten aber nicht die Einzigen sind, die Hunden und ihrem Umfeld
gefährlich werden können, gibt es auch weitere, so genannte „Non-Core-Impfungen“,
mit denen Du Deinem Hund einen umfassenderen Impfschutz bieten kannst. Diese
Impfungen ermöglichen eine Vorsorge gegen die folgenden Leiden:


Hepatitis contagiosa canis (HCC)
Dies ist ein Virus, das über Speichel, Harn und Kot verbreitet wird. Es ruft je nach
Krankheitsverlauf Leberschäden, Verdauungsbeschwerden, Schleimhautblutungen und
neurologische Störungen hervor. In einigen Fällen kann es auch eine chronischen
Hepatitis auslösen. Zudem ist bei ungeimpften Hunden eine Sepsis möglich, die binnen
weniger Stunden zum Tod führt. Dank der Impfung ist die Infektion inzwischen selten
geworden. Wenn sie auftritt, ist sie jedoch sehr gefährlich.


Zwingerhusten (Parainfluenza)
Zwingerhusten breitet sich immer dort schnell aus, wo mehrere Hunde auf engem Raum
zusammenleben, wie etwa in Tierpensionen, Tierheimen oder den namensgebenden
Zwingern. Aber auch in Hundeschulen oder bei Hundetre􀆯en gibt es ein Risiko, weshalb
gerade Halter, deren Hunde viel Hundekontakt haben, über eine Impfung nachdenken
sollten. Die Krankheit führt zu krampfartigen Hustenanfällen, verstopfter Nase, Fieber,
Entzündungen und Appetitlosigkeit. Der Husten kann dabei auch chronisch werden.


Tollwut
Sicher eine der bekanntesten Hundekrankheiten. Zwar ist sie in Deutschland
glücklicherweise ausgerottet, lauert aber in anderen Ländern immer noch. Das macht
das Reisen für ungeimpfte Tiere hochgefährlich, weswegen die Tollwut-Impfung für
Deinen Hund bei solchen Reisen auch verpflichtend ist. Verständlich, denn die
Krankheit hat es in sich, auch, weil sie als Zoonose den Menschen befallen kann. Die
Betro􀆯enen leiden unter anderem unter Lähmungen, Muskelzuckungen,
Lichtempfindlichkeit, Wasserscheu, Aggressivität. Die Aussichten auf Heilung sind
gering und für ungeimpfte Hunde nicht existent. Denn in diesem Fall ist es dem Tierarzt
gesetzlich verboten, das Tier zu behandeln.


Lyme-Borreliose
Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch Zecken übertragen wird. Sie geht zum
Beispiel mit Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Lähmungen Hautrötungen,
Hautveränderungen, Fieber und Müdigkeit einher und kann bei vielen infizierten Tieren
auch noch lange nach dem Zeckenbefall ausbrechen, wenn das Immunsystem
erschöpft ist.


Leishmaniose
Leishmaniose wird von „Leishmanien“ ausgelöst, Bakterien, die über blutsaugende
Insekten im Mittelmeerraum übertragen werden. Vor allem Tierschutzhunde aus
Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland sind deshalb davon betro􀆯en. Mögliche
Symptome sind Schwäche, Gewichtsverlust, Haarausfall, Hautgeschwüre, Fieber und
Schäden an Leber und Milz. Erkrankte Tiere können unterstützen behandelt, jedoch
nicht geheilt werden. Eine Leishmaniose-Impfung ist für solche Hunde deshalb sehr
wichtig.


Dermatophytose
Das auch als „Ringelflechte“ bekannte Leiden infiziert sowohl Hunde als auch
Menschen und andere Tiere und kann zwischen all diesen Arten übertragen werden. Es
handelt sich dabei um eine sehr ansteckende Pilzinfektion mit Anzeichen wie
Hautläsionen, Juckreiz, Schuppenbildung und Haarausfall. Manchmal bilden sich auch
nässende Stellen. Für eine Infektion genügt auch schon der Kontakt mit losen Haaren
und Hautschuppen.


Canine-Herpesvirus-Infektion (CHV)
Diese Herpesvariante ist vor allem für frisch geborene Welpen sehr gefährlich, etwa
wenn die Mutter mit dem Virus infiziert wurde. Die Symptome umfassen
Atembeschwerden, Nasenausfluss und neurologische Störungen. Nicht selten sterben
die kleinen Hunde aber auch daran. Vor allem für Hündinnen, mit denen eine Zucht
geplant ist, ist eine Impfung deshalb mehr als sinnvoll.


Die genannten Impfungen gehören zwar zu den häufigsten. Jedoch gibt es noch eine
Reihe weiterer Krankheiten, gegen die eine Impfung sinnvoll ist. Besprich Dich
hierzu am besten mit Deinem Tierarzt und entscheide mit Ihm zusammen, welche
Impfungen Du Deinem Hund geben möchtest.

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