7. April 2026

Ein Hundewelpe zieht ein


Tipps zur Eingewöhnung
Der Einzug eines Hundewelpen ist für alle Beteiligten ein lang ersehntes und
aufregendes Ereignis. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für uns Menschen und für
unseren kleinen Hund. Mit den folgenden Tipps erleichterst Du Deinem Welpen die
Eingewöhnung und die ersten Schritte im neuen zu Hause.

  1. Gewohnte Gerüche
    Der Welpe ist das erste Mal von seiner Mutter und den Geschwistern getrennt.
    Frage den Züchter nach einem Tuch oder einer Decke, die Du mitnehmen darfst,
    um ihm die erste Zeit im neuen zu Hause mit gewohnten Gerüchen Sicherheit zu
    vermitteln.
  2. Der sichere Transport
    Eine Transportbox ist die sicherste Unterbringung für Deinen Welpen während
    Fahrt. Biete ihm vor und bei längeren Fahrten zwischenzeitlich an ruhigen Orten
    die Möglichkeit sich zu lösen. Denke an einen Napf und Wasser.
  3. Die Ankunft im neuen zu Hause
    Mach Deinen Hundewelpen mit seinem neuen zu Hause vertraut, indem Du ihm
    alle Räume zeigst. Lasse ihm Zeit sich umzusehen und seine neue Welt auch mit
    der Nase zu erkunden.
  4. Die welpensichere Umgebung
    Im Haushalt können sich einige Gefahren ergeben: Steile Treppen, Gartenteiche,
    Stromkabel, Medikamente, Reinigungsmittel, Kinderspielzeug und Giftpflanzen
    sollten für den Hundewelpen unzugänglich sein. Behalte Deinen Welpen im
    Auge, junge Hunde kauen besonders gerne und können Fremdkörper
    verschlucken. Biete ihm Alternativen mit geeignetem Hundespielzeug an
  5. Kennenlernen tierischer Mitbewohner
    Junge Tiere gewöhnen sich in der Regel recht problemlos an vorhandene Tiere,
    die bereits im Haushalt leben. Gleichzeitig ist die Akzeptanz der
    Alteingesessenen Welpen gegenüber höher. Die Zusammenführung solltest Du
    dennoch behutsam und unter Aufsicht durchführen.
  6. Futter- und Futterumstellung
    Junge Hunde benötigen häufiger Nahrung in kleinen Portionen. Ihr Magen ist
    kleiner als bei ausgewachsenen Hunden und der Energie- und Eiweißbedarf ist
    aufgrund ihres Wachstums erhöht. Behalte zunächst das Futter und den
    Fütterungsrhythmus des Züchters bei. Auf die Aufregung des Umzugs kann Dein
    Welpe empfindlich reagieren und eine Änderung des Futters kann sich zusätzlich
    auf die Verdauung niederschlagen. Stelle sicher, dass Dein Hund in jeder
    Entwicklungsphase das passende Futter erhält, um gesund aufzuwachsen.
    Planen für die Futterumstellung mindestens eine Woche ein und führe diese
    langsam durch, indem Du kleine Mengen des neuen Futters mit dem alten
    mischen. Steigere den Anteil des neuen Futters nach und nach.
  7. Ruheplatz und Schlafphasen
    Welpen benötigen viel Schlaf und ruhen um die 20 Stunden täglich. Der Schlaf-
    Wach-Rhythmus verläuft bei Welpen in häufigen wechselnden Phasen als bei
    erwachsenen Hunden. Ihr neues Leben ist aufregend und gerade am Anfang stark
    vom Lernen und vielen neuen Eindrücken geprägt, die sie verarbeiten müssen.
    Richte einen ruhigen und ungestörten Liegeplatz ein, an den sich Dein Hund
    zurückziehen kann. Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder (auch Kinder) diese
    Pausen respektieren.
  8. Nehmen Sie sich viel Zeit
    Nimm Dir Urlaub und viel Zeit für Dein neues Familienmitglied. Ein Welpe kann
    nicht von Beginn an alleine bleiben und braucht seine Bezugsperson in seiner
    Nähe. Lass Körperkontakt zu und streicheln Deinen Welpen viel, um ihm die
    Trennung von seiner Hundefamilie zu erleichtern. Welpen sollten auch nachts
    nicht alleine schlafen. Falls Sein Hund seinen Platz außerhalb Deines
    Schlafzimmers hat, lasse die Tür geöffnet, damit er dich immer erreichen kann
    und sich nicht einsam fühlt. Oder Schlaf einfach die erste Zeit gemeinsam mit
    Ihm im Wohnzimmer.
  9. Der erste Besuch
    Lass Deinem Welpen Zeit zur Eingewöhnung, bevor Du den ersten Besuch
    einlädst. Für Deinen kleinen Hund ist alles neu und zu viele Besucher können ihn
    schnell überfordern. Empfange Deine Gäste einzeln an verschiedenen Tagen und
    nicht in großen Gruppen.
  10. Treppen meiden
    Das Treppensteigen, insbesondere steile Treppen, solltest Du mit Deinem
    Welpen möglichst vermeiden und ihn lieber tragen. Gelenke, Sehnen und Bänder
    werden dabei belastet. Generell ist das Treppensteigen für Hunde in keinem Alter
    gesund, aber bei einem Welpen ist der Bewegungsapparat noch nicht
    ausgewachsen und voll tragfähig, was schnell zur Überlastung führen kann.
    Gelegentlich kannst Du ein paar rutschfeste flache Stufen nehmen, um Deinen
    Hund grundsätzlich daran zu gewöhnen.
  11. Alltag mit Struktur
    Aufgrund der kürzeren Wach- und Schlafphasen, solltest Du die Spaziergänge
    und Beschäftigung für Deinen Welpen nicht zu lang gestalten. Die Abstände
    zwischen Lerneinheiten und neuen Eindrücken solltest Du großzügig bemessen.
    Dein Welpe sollte alle wichtigen Außenreize kennenlernen, aber führe ihn nicht
    an alle auf einmal heran. Schaffe für Gassigänge, Fütterung und Ruhephasen
    zeitliche Strukturen, die an Dein tägliches Leben angepasst sind, damit Du den
    Rhythmus Deines Hundes frühzeitig auf das weitere Zusammenleben prägen.
  12. Stubenreinheit
    Siehe hierzu ausführlich den nächsten Beitrag: Der Weg zur Stubenreinheit: Tipps
    für die Erziehung deines Welpen
  13. Erste Kontakte zu Artgenossen
    Welpenspielstunden, die durch einen Hundetrainer beaufsichtigt werden, bieten
    einen guten und gesicherten Rahmen, um Deinem Hund den ersten Kontakt zu
    Artgenossen zu ermöglichen und sich mit anderen Besitzern auszutauschen.
    Anders als in den Spielstunden in der Hundeschule werden Dir auf
    Spaziergängen mit Deinem Welpen auch auf erwachsene Hunde tre􀆯en.
    Verlassen Dich dabei nicht auf den sogenannten "Welpenschutz". Die Begegnung
    mit erwachsenen Artgenossen solltest Du vorab mit den jeweiligen Besitzern
    klären und mit wachsamen Augen beobachten. Auch Welpen können in ernste
    Konflikte mit anderen Hunden geraten. Denn der Welpenschutz existiert nur in
    der eigenen Familie (Mutter, Vater, Geschwister) für die ersten Lebenswochen. In
    dem Alter (8-12 Wochen), in denen Welpen klassischerweise bei ihrer
    Menschenfamilie einziehen, ist der Schutz nicht mehr vorhanden. Zusätzlich zur
    Welpenspielstunde solltest Du einen Welpenkurs besuchen, indem Dir und
    Deinem Welpen die Grundlagen für die Erziehung beigebracht werden.
  14. Der erste Besuch beim Tierarzt
    Viele Tierarztpraxen bieten für Welpen einen zwanglosen Besuch im
    Wartezimmer oder auch Termine zum Kennenlernen ohne Untersuchung an.
    Weitere Tipps, in einem weiteren Beitrag hierzu: Entspannter Tierarztbesuch mit
    Hund

Wie lange dauert die Eingewöhnung bei Hundewelpen?
Wie lange die Eingewöhnungsphase dauert ist bei jedem Hund individuell. Im
Durchschnitt kannst Du von sechs bis acht Wochen ausgehen bis Dein Welpe sich
eingelebt hat. Eingewöhnung ist nicht gleichzusetzen mit Erziehung, dementsprechend
bedeutet das Ende der Eingewöhnungszeit nicht, dass bereits alles reibungslos klappt.

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