7. April 2026
Blasenentzündung beim Hund –Ursachen, Anzeichen und Behandlung
Eine Blasenentzündung ist für Hunde unangenehm, lässt sich aber gut behandeln – vor
allem, wenn du die Anzeichen früh erkennst. Hier erfährst du, welche Ursachen es gibt,
wie sich akute von chronischen Entzündungen unterscheiden, welche Symptome
typisch sind und wie du deinem Hund helfen kannst.
1.) Ursachen der Blasenentzündung
- Infektiös (bakteriell): Meist gelangen Bakterien über die Harnröhre in die Blase
und verursachen eine Entzündung.
- Nicht-infektiös (seltener): Zum Beispiel durch
o Blasen- bzw. Harnsteine (z. B. Struvitsteine)
o Diabetes mellitus
o Tumore in Blase oder Harnröhre
o Missbildungen des Harntrakts
2.) Akut oder chronisch?
- Akut: Tritt plötzlich auf, häufig durch eine bakterielle Harnwegsinfektion.
- Chronisch: Wenn Entzündungen immer wiederkehren oder Erreger nicht
vollständig beseitigt werden. Hunde mit Diabetes sind besonders gefährdet –
bleibt die Grunderkrankung unerkannt oder unbehandelt, kann sich eine
chronische Blasenentzündung entwickeln.
3.) Symptome – daran erkennst du eine Blasenentzündung
- Häufiges Urinieren in kleinen Mengen
- Pressen, Schmerzen oder Wimmern beim Wasserlassen
- Plötzliche „Unfälle“ in der Wohnung (Verlust der Stubenreinheit)
- Blut im Urin, intensiver Uringeruch
- Mattigkeit, weniger Appetit, eventuell Fieber (Hund fühlt sich warm an)
- Häufiges Lecken im Genitalbereich
4.) Blut im Urin – was nun?
Blut im Urin kann auf eine Harnwegsinfektion oder andere Erkrankungen hinweisen.
Bitte suche zeitnah deine Tierarztpraxis auf. Mit einer Urinprobe (wenn möglich frisch),
Untersuchung der Symptome und ggf. weiteren Tests kann die Ursache abgeklärt und
ernste Erkrankungen (z. B. Polypen, Tumore) ausgeschlossen werden.
5.) Blasenentzündung beim Welpen
Auch Welpen können betroen sein. Warnzeichen sind:
- Plötzliche „Pfützen“ in der Wohnung, sehr kleine Urinmengen, häufiges Urinieren
- Wimmern oder Mühe beim Urinieren
- Rückzug, Müdigkeit, intensiver Uringeruch, erhöhte Temperatur
Tipp: Lass deinen Welpen untersuchen und eine Harnprobe analysieren.
Während der Behandlung: warmhalten, Stress vermeiden, auf ausreichend
Wasser achten und nasses/kaltes Wetter möglichst meiden.
6.) Was tun bei Verdacht auf Blasenentzündung?
- Trinken fördern: Frisches Wasser anbieten, evtl. mit etwas lauwarmer Temperatur
oder natriumarmem Brühewasser schmackhaft machen.
- Warm und trocken halten: Kälte und Nässe vermeiden, nicht auf kalten Böden
liegen lassen; bei kleinen Hunden ggf. Mantel/Pullover nutzen.
- Tierarzttermin vereinbaren: Je nach Ursache kommen z. B. Antibiotika und
schmerzlindernde Mittel zum Einsatz.
Wichtig: Unbehandelt kann eine Blasenentzündung zu
Nierenbeckenentzündung, Blasen- und Harnsteinen oder (bei Rüden) zu
Prostataentzündungen führen.
7.) Vorbeugen – so schützt du deinen Hund
- Ausreichend trinken lassen und regelmäßige Lösepausen einplanen
- Spaziergänge bei Kälte/Regen anpassen und nach Nässe gut abtrocknen
- Kälte vermeiden: nicht auf kalten, gefrorenen Böden liegen
- Kleine Hunderassen an sehr kalten Tagen mit Schutzkleidung unterstützen
- Ausgewogene Ernährung zur Stärkung des Immunsystems
- Grunderkrankungen (z. B. Diabetes) gut einstellen lassen
8.) Ernährung – welches Futter kann unterstützen?
Spezielle Diätfuttermittel können die Therapie unterstützen, insbesondere bei
bakteriellen Blasenentzündungen mit Struvitsteinen:
- Angepasster Urin-pH zur Förderung einer leichten Ansäuerung – das kann
Struvitsteinbildung hemmen bzw. deren Auflösung unterstützen.
- Moderater Proteingehalt, um die Verfügbarkeit von Substraten für bestimmte
Bakterien zu begrenzen.
Beispiel: PURINA PRO PLAN VETERINARY DIETS CANINE UR URINARY. Bitte nutze
solches Futter nur in Absprache mit deiner Tierarztpraxis und passend zur
gesicherten Diagnosen.
