8. April 2026

7 Todsünden der Hundeerziehung

  1. Dauerbeschallung vermeiden
    Dein Hund ist nicht schwerhörig. Wenn er das Kommando kennt, genügt ein einziger Ruf.
    Jedes weitere Wort ist überflüssig und untergräbt Deine Autorität.
    Wenn Du immer wieder "Hier!" brüllen, kommt er garantiert nicht schneller. Du sagst hm
    ja laufend, wo Du bist und dass Du auf ihn wartest (oder ihm sogar folgst?).
    Ein wichtiger Punkt der Hundeerziehung!
  2. Wort und Geste
    Dein Hund deutet Dein Mienenspiel, Deine Körpersprache und die Betonung Ihrer Worte
    – und kombiniert diese. Stimmen Deine Haltung und Deine Gesten nicht überein, hast
    Du verloren.
    Wer zitternd vor Wut und "Komm her" säuselt, kann lange auf seinen Hund warten.
    Wichtig ist hier: Ruhig bleiben. Verliere nicht die Geduld oder wenden Gewalt an.
    Schläge beim Hund sind ein absolutes No-go.
  3. Konsequenz gegenüber dem Hund
    Wenn Du anfangs konsequent warst und jetzt nachlässig wist, weil er es jetzt "kann", hat
    er Dich. Der Hund wird bald gar nichts mehr tun.
    Gleiches droht, wenn Du grundsätzlich jede brave Handlung mit einem Leckerli belohst.
    Er wird nur noch "gegen Bezahlung" arbeiten wollen - deswegen mache auf keinen Fall
    diesen Fehler.
  4. Einmal reicht
    Der Hund liegt, Du gehst zurück und sagst dabei ständig "bleib!". Sobald Du verstummst,
    rast der Hund Dir strahlend hinterher.
    Denn er hat gelernt: Nur solange das Kommando ertönt, darf er sich nicht rühren.
    Diesen Fehler solltest Du daher unbedingt vermeiden.
  5. Das richtige Timing in der Hundeerziehung
    Der Hund hat sich entfernt, da rufst Du "Bei Fuß!". Möglich, dass er es gehört hat, doch
    jetzt wird es ihn nur irritieren.
    Ähnlich wirkungslos sind "Hopp"-Kommandos fünf Meter vor dem Graben.
    Der Hund kann die Worte nicht mit ihrer Bedeutung verknüpfen. Kommandos müssen
    daher unbedingt im richtigen Moment gegeben werden.
  6. Lob zur richtigen Zeit
    Ein guter Hund will Anerkennung für das, was er getan hat. Doch es dauert, bis Du das
    Leckerli aus der Tasche rauskriegen. Vor lauter Hektik schiebst Du es dem Vierbeiner in
    dem Moment in den Rachen, in dem er winselnd darum bettelt.
    Letzteres wird er jetzt vermutlich immer tun. Deshalb muss auch Lob immer im richtigen
    Augenblick gegeben werden. Gut funktioniert dies auch mit einem Clicker. Dieser muss
    aber konditioniert werden, aber dabei kann Dir Dein Hundetrainer helfen. Man kann
    auch einen Dummy verwenden, in dem Snacks versteckt werden.
  7. Innere Uhr beachten
    Auf dem Hundeplatz funktioniert Dein Hund perfekt, zu Hause benimmt er sich wieder
    total daneben. Das können die Gründe sein:
    - Du hast draußen zu wenig geübt, der Hund glaubt, dass er nur in der
    Hundeschule gehorchen muss.
    - Du bist nur im Kurs konsequent.
    - Du motivierst im Kurs mit Leckerlis und Spielzeug, außerhalb soll es plötzlich
    auch ohne funktionieren.

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